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    7 häufige Fehler bei der Schachnotation (und wie du sie vermeidest)

    Ablaufdiagramm zu 7 häufige Fehler bei der Schachnotation (und wie du sie vermeidest)

    Du hast eine hervorragende Partie gespielt: eine Qualität gewonnen, den einzigen rettenden Zug gefunden und das Endspiel souverän verwertet. Zu Hause willst du die Partie in deine Datenbank eingeben – und bei Zug 23 bricht der Import mit einer Fehlermeldung ab. Kommt dir das bekannt vor? Nahezu jedes unleserliche oder nicht importierbare Partieformular geht auf eine Handvoll typischer Flüchtigkeitsfehler zurück. Hier sind die sieben häufigsten Fehler und wie du sie zuverlässig vermeidest.

    Die üblichen Verdächtigen

    1. Nullen (0-0) statt des Buchstabens O schreiben

    Dies ist der mit Abstand häufigste Fehler. Die Rochade wird mit dem Großbuchstaben O geschrieben, niemals mit der Ziffer Null: O-O für die kurze Rochade und O-O-O für die lange Rochade. In der Hektik schreiben viele Spieler 0-0 mit Nullen oder ein kleingeschriebenes o-o.

    • Vorher: 0-0 oder o-o
    • Nachher: O-O (kurze Rochade), O-O-O (lange Rochade)

    Tolerante Parser interpretieren 0-0 zwar meist als Rochade, strenge PGN-Reader oder manche Schachdatenbanken verweigern jedoch die Annahme – und ein kleines o-o führt noch häufiger zu Fehlern. Auf dem Schachbrett gibt es keine O-Linie (die Linien reichen von a bis h), weshalb ein großes O eindeutig für die Rochade steht. Schreibe es groß und rund und hebe dir Nullen für das Endergebnis auf.

    2. Mehrdeutige Züge ohne Unterscheidungsmerkmal

    Können zwei gleichartige Figuren regelkonform dasselbe Feld betreten, reicht der bloße Figurenbuchstabe nicht aus. Nd2 ist bedeutungslos, wenn sowohl ein Springer auf b1 als auch einer auf f3 dorthin ziehen kann. Du musst angeben, welcher Springer gemeint ist.

    • Vorher: Nd2 (welcher Springer?)
    • Nachher: Nbd2 (der Springer von der b-Linie) oder Nfd2 (der Springer von der f-Linie)

    Die Regel lautet: Immer zuerst die Ausgangslinie angeben; teilen sich beide Springer dieselbe Linie, die Ausgangsreihe nennen (N1d2 statt N3d2); erst wenn beides nicht reicht, werden beide Koordinaten genannt. Türme sind hier ebenfalls häufige Problemkandidaten, z. B. Rae1 gegenüber Rfe1. In unserem Leitfaden zur Schachnotation findest du die vollständige Rangfolge zur Eindeutigkeit.

    3. Das Schlagzeichen x oder das Schachgebot + vergessen

    Diese Zeichen gehen in Zeitnot leicht verloren, transportieren jedoch wesentliche Informationen. Aus einem eigentlichen Bxf7+ wird schnell ein vages Bf7 – und der Leser weiß nicht einmal mehr, ob auf f7 überhaupt eine Figur stand.

    • Vorher: Bf7 (obwohl eine Figur geschlagen und Schach geboten wurde)
    • Nachher: Bxf7+

    Denke bei Bauernschlägen unbedingt an die Ausgangslinie: exd5, nicht bloß d5. Ein Schachmatt erhält # (Qh7#), und En passant wird wie ein regulärer Schlagzug auf das Zielfeld notiert (exd6, optional exd6 e.p.). Die meisten Programme verzeihen ein fehlendes + oder x, weil sie die Stellung auf dem Brett nachvollziehen können. Ein Bauernschlag ohne Ausgangslinie ist jedoch fatal: d5 sieht wie ein einfacher Vorstoß aus – und wenn kein Bauer regelkonform nach d5 ziehen kann, bricht der Import ab.

    4. Ähnlich klingende Zielfelder verwechseln

    Unter Zeitdruck ähneln sich c3 und c4 im Notationsfeld verblüffend, ebenso e4/e5 oder eine flüchtig geschriebene 6 neben einem b. Ein einziger Zifferndreher verwandelt einen legalen Zug in Unsinn und bringt jeden nachfolgenden Zug aus dem Takt.

    • Vorher: Nc3 notiert, obwohl Nc4 gespielt wurde
    • Nachher: die Reihenziffer kurz prüfen, bevor du weiterspielst

    Die beste Vorbeugung ist Disziplin: Notiere den Zug unmittelbar, nachdem du ihn ausgeführt hast, solange das Brett noch frisch in deinem Gedächtnis ist – nicht erst drei Züge später.

    5. Unleserliche Figurenbuchstaben (K vs. R, B vs. alles andere)

    Handschrift ist die größte Fehlerquelle. Ein hastig gekritzeltes K und R sind kaum zu unterscheiden, und ein unsauberes B liest sich schnell wie ein P oder eine 6. Ist der Figurenbuchstabe unklar, wird der gesamte Zug zweifelhaft.

    • Vorher: ein Schnörkel, der Ke2 oder Re2 bedeuten könnte
    • Nachher: Figurenbuchstaben deutlich als Großbuchstaben und klar getrennt von den Ziffern schreiben

    Im internationalen Standard existieren lediglich fünf Figurenbuchstaben: K, Q, R, B und N. Es lohnt sich, jeden davon sauber auszuführen: ein K mit zwei klaren Diagonalstrichen, ein R mit festem Standbein, ein B mit geschlossenen Rundungen. Da Bauernzüge keinen Buchstaben erhalten (e4, nicht Pe4), muss jeder Zug, der mit einem Buchstaben beginnt, eindeutig einer dieser fünf Figuren zuzuordnen sein.

    6. Einen Halbzug überspringen – asynchrone Spalten

    Ein Partieformular hat zwei Spalten pro Zeile: eine für Weiß und eine für Schwarz. Vergisst du einen einzigen Halbzug, rutschen alle nachfolgenden Einträge um eine Zeile nach oben. Plötzlich steht der brillante Zug von Weiß in der Schwarz-Spalte und deine Zugnummern stimmen nicht mehr.

    • Vorher: Weiß 12. Bb5, du vergisst die Antwort von Schwarz und schreibst den 13. Zug von Weiß in die Spalte von Schwarz
    • Nachher: Wenn du einen Zug verpasst hast, lasse das Feld frei oder markiere es, um die Spalten wieder zu synchronisieren

    Dies ist der schädlichste Fehler überhaupt, da er nicht nur einen einzelnen Zug, sondern das gesamte restliche Formular entwertet. Unser Leitfaden Wie man ein Partieformular ausfüllt zeigt die Spaltendisziplin, die solche Pannen verhindert.

    7. Falsche Zugnummern

    Auf vorgedruckten Formularen sind die Nummern vorgegeben, doch auf Blanko-Bögen oder in Notizbüchern schreibt man sie selbst – und dort passieren Fehler. Typisch sind doppelte Nummern (12. Bb5 a6, danach erneut 12. Ba4 Nf6) oder ein Sprung (12, danach 14). Die Züge selbst können völlig korrekt sein, doch beim Nachspielen muss man raten, ob ein Zug fehlt oder nur die Nummer falsch ist; strenge Parser brechen hier oft ab.

    • Vorher: 12. Bb5 a6 12. Ba4 Nf6 13. O-O Be7 oder 12. Bb5 a6 14. Ba4 Nf6
    • Nachher: 12. Bb5 a6 13. Ba4 Nf6 14. O-O Be7

    Die Gegenprobe ist einfach: Wirf alle zwanzig Züge einen kurzen Blick auf das Formular deines Gegners und prüfe, ob ihr bei derselben Zugnummer seid. Falls deine Notation aus alten Büchern noch von Ausdrücken wie P-K4 geprägt ist, zeigt dir Deskriptive vs. algebraische Notation die Übertragung in das moderne System.

    Fehler automatisch vom Scanner erkennen lassen

    Die meisten dieser Fehler lassen sich automatisch aufspüren: Ein regelwidriger oder mehrdeutiger Zug führt dazu, dass die Partie an genau dieser Stelle abbricht. Wenn ScanChess das Foto deines Partieformulars auswertet, spielt es jeden Zug Zug für Zug auf einem internen Brett nach. Regelwidrige Züge werden rot und unklare Züge gelb mit regelkonformen Alternativen markiert. So werden asynchrone Spalten (Fehler 6) oder fehlende Unterscheidungen (Fehler 2) direkt an Ort und Stelle behoben, statt später unbemerkt deine Datenbank zu beschädigen.

    Mach aus deinem Formular in Sekunden ein PGN

    Lade ein Foto hoch und lass ScanChess die Übertragung erledigen.

    Partieformular scannen

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